03.09. – Umzug nach Zao Onsen

03.09. – Umzug nach Zao Onsen

Und nun sind wir auch schon am vorletzten Ort unserer Reise angekommen. Mit dem Shinkansen und zwei Bussen fuhren wir heute von Morioka nach Zao Onsen. 

Diese Station der Reise ist hauptsächlich zur Entspannung gedacht. Wir haben wieder ein traditionelles Ryoukan gebucht und dieses Mal ist sogar das Frühstück und das Abendessen inbegriffen.

Nachdem wir ins Hotel eingecheckt hatten und eine kleine Runde durch den Ort geschlendert sind, machten wir uns bereit für unseren ersten Onsen-Besuch in den Bergen. Das ist ein Punkt auf den ich mich schon die gesamte Reise lang gefreut habe, denn hier darf sogar ich mit in die heißen Quellen. Besonders für Zao ist auch, dass das heiße Bergwasser besonders schwefelhaltig ist. Das bemerkt man auch in der kompletten Stadt, denn überall riecht es mal mehr und mal weniger Stark nach vermeintlichen, faulen Eiern. Nach ein paar Stunden hat man sich aber an den Geruch gewöhnt und nimmt ihn kaum noch wahr. 

Wir haben zwar auch ein Onsen direkt im Hotel, welches ich sogar auch gemeinsam mit den anderen besuchen kann (ich muss nur meine Tattoos etwas bedecken), aber unser erstes Ziel war das Zao Onsen Dairotenburo. Einige Serpentinen führten uns recht steil den Berg hinaus. Oben angekommen sahen wir auch schon den Ort der Entspannung. Durch einige Bambuswände eingezäunt, bildete eine kleine Holzhütte den Eingang zu den heißen Quellen. Den Eintritt von 700 Yen bezahlt, gingen wir in einen kleinen Vorraum, entkleideten uns und stiegen kurz darauf in das sehr schwefelhaltige und türkisschimmernde Wasser. Das Onsen hat zwei größere Becken. Ein etwas höher gelegenes, welches schon sehr heiß war und eines, was eine Etage tiefere liegt und eine vergleichsweise angenehmere Temperatur hat. Während unseres Aufenthaltes lernten wir einen älteren deutschen Herren kennen, mit dem wir uns etwas unterhielten. Außerdem führten wir eine, wenn auch kurze, nonverbale Kommunikation mit einem jungen Yakuza, der ebenfalls das Wasser genoss. Zumindest schaute er recht interessiert rüber und als wir das Bad verließen, wurden wir von ihm und seinem Freund sehr freundlich verabschiedet.


Photo by: Zao Onsen Dairotenburo

Zurück im Hotel blieb uns nicht viel Zeit bis zum Abendessen. Wir akklimatisierten uns, schmissen uns in die Yukata und begaben uns zum Speiseraum. Dort war bereits ein großer Tisch für uns eingedeckt. Viele kleine Schalen, Teller und Töpfe standen für uns bereit. Eines der ersten Highlights war frisches Wagyu Fleisch, welches wir, zusammen mit verschiedenem Gemüse, selbst auf einer kleinen, über Feuer erhitzten, Kochplatte zubereiteten. In dem Glauben endlich alle Spezialitäten geschafft zu haben, kam auch schon ein nächster Gang und danach noch einer. Letzteren konnte ich leider nicht mehr so ausgiebig genießen, da ich mehr als gesättigt war. Nur den Nachtisch ließ ich mir nicht nehmen. Hier schmeckte vor Allem das Mochi gefüllt mit Eis einfach vorzüglich. 

Mehr als satt trotteten wir in den öffentlichen Gemeinschaftsraum des Ryoukans, in dem wir den restlichen Abend verbrachten.

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